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20110915

Anna Lindh / 08 / La Simplicité


2003/09/15 - Die an dem sichergestellten Basecap und der Tatwaffe gefundene DNA kann keinem der zentral Registrierten zugeordnet werden. ...


... Der Mord an der Aussenministerin bringt den Fall Palme wieder in die öffentliche Diskussion.
Der nicht aufgeklärte Mord an Ministerpräsident Olof Palme hat Schweden in verschiedener Hinsicht traumatisiert. Das Ansehen von Sicherheitsorganen und Justiz wurde beschädigt. Denn die Ermittler waren verzankt, oft einfach bescheuert, ihre Untersuchungen und Beweismittelsicherungen schlampig. Reihenweise Verdächtige wurden der Öffentlichkeit präsentiert, verhaftet, verurteilt, wieder freigelassen, dann wieder verdächtigt u.s.w. PKK, RAF, Säpo, KGB, MFS, NIS (Südafrika), CIA, natürlich Mossad und viele andere Spuren wurden verfolgt, oder auch nicht und verloren sich wieder.

Diesmal will die Fahndungsleitzentrale alles richtig machen, also geraten die vielversprechenden Hinweise auf Mijailović in Vergessenheit, der Akt ist verlegt, wahrscheinlich war der Täter sowieso wieder mal ein anderer. Und zwar: der Mann, den Polizeisprecher und Presse bald den 35-jährigen, „35-åringen“ nennen werden.

Der wird von ehemaligen Kollegen und Personen aus seinem Bekanntenkreis anhand der veröffentlichten Bilder identifiziert. Die Polizei verhört die Mutter des Verdächtigten, die glaubt ihren Sohn auf den Bildern der Überwachungskamera des NK-Kaufhauses zu erkennen. (Mütter sind, auch in Schweden, nicht mehr das was sie mal waren.) Ein Sondereinsatzkommando der Polizei wird, in der Gewissheit der Verdächtigte befinde sich dort, zum Sturm auf das Haus seines Vaters befohlen. Im Gebäude geht einiges zu Bruch, der Vater ist verstört, sein Sohn war seit langem nicht da.

Am späten Abend wird 35-åringen, wegen des „begründeten Verdachts“ der Mörder Anna Lindhs zu sein, zur Fahndung ausgeschrieben.