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20110918

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MONTAG - Berliner Kurier : Sex sells, auch wenn der Herr Professor findet, dass die Meinung der Politikerin wissenschaftlich nicht aktuell ist.
Und dieser widerliche Exhibitionist am Textilstrand ...

DIENSTAG - Neue Zürcher Zeitung: Spirituosenerwerbsverbot zwischen 22 Uhr und 6 Uhr? Gute Idee: Horden durstiger Halbwüchsiger belagern bei Sonnenaufgang Tankstellen und Spätis, um anschliessend rattendicht in Schulen und Betrieben anzukriechen. Die Erwachsenen, mit Begriffen wie „Vorsorge“ und „Nachhaltigkeit“ besser vertraut, gehen zukünftig zünftig beschwipst mit den Hühnern schlafen.


MITTWOCH - Berliner Morgenpost: „Unser Sohn wünscht sich ein Geschwister. Was sollen wir tun?“ Hier ein Vorschlag zur Güte: weniger Leserbriefe schreiben, öfter mit den Bienchen und den Blümchen konferieren ...


DONNERSTAG - Berliner Morgenpost: Die Kennzeichnungspflicht für Berliner Polizisten könnte zu lebensbedrohlicher Havarie eskalieren: die für 213 000 Euro angefertigten Namensschildchen seien „gefährlich scharfkantig produziert worden“. Vor dem Berliner Verwaltungsgericht schnitt Bodo Pfalzgraf veranschaulichend „ mit einem Namensschild tief in ein dafür mitgebrachtes Eisbein.“ Hatte der Landesvorsitzende im Vorfeld eigentlich trainiert? Trug er das gute Stück im Aktenkoffer zur Verhandlung? Lag der Fleischklops bis zur Beweisführung ungläubig beäugt auf dem Indizientisch? Kann der Erwerb von Metzgerwaren als staatliche Spesen rückerstattet werden? Bei Edeka derzeit übrigens für 2,22 (Preisknüller). Fragen über Fragen ... und hätte ein industriell angefertigter Aufkleber mit dem Hinweis „Für Polizisten nicht unter 58 Jahre. Bitte nicht verschlucken.“ möglicherweise gereicht?





FREITAG - Tagesspiegel: Spendenfinanzierte Wahlportäts sind gemeinhin belanglos und bereichern selten das Stadtbild. Nicht so das Plakat von Frank Henkel. Der Flaneur zu Zeiten des Berliner Wahlkampfes rätselt: welchem Gespenst gehört das verschwommene Lächeln im Hintergrund? Warum sollte es um jeden Preis mit auf das grossformatige Konterfei? Denkt man nicht unwillkürlich an Chemotherapie? Ahh, Charity.


SAMSTAG - Berliner Zeitung: Eine Anzeige, doppelte Wirkung. Vielleicht hätte der „Studienabbrecher Chemie“ noch hinzufügen sollen, dass er bevorzugt in Küchen, nachts, mit Amphetaminen und Gewinnbeteiligung arbeitet.


SONNTAG - B.Z.: Heckenschützen schiessen auf Transporter mit Neuwagen. Sehr vernünftig, das verleiht den Boliden Patina. „In der Regel zielen sie auf die geladenen Autos. In einem Fall wurde eine Fahrerin getroffen.“ Bedauerlich, wenn die Dame, die in ihrem Neuwagen auf dem Oberdeck eines Automobiltransporters zwischen Aschaffenburg und Schweinheim konzentriert auf ihr neues Navy linst, urplötzlich einen Querschläger in den rechten Oberschenkel kassiert. Das schmälert die Freude am Fahrzeugerwerb ungemein.