1915/01/19 - Der französische Physiker Georges Claude* erhält für die, als Abfallprodukt seiner Versuche, reinen Sauerstoff aus der Luft zu isolieren erfundene Neonlampe, das US-Patent 1.125.476.
Die Neonlampe, eine Kaltkathodenröhre, zwischen deren Elektroden durch Anlegen einer hohen Spannung an der Positivsäule eine Glimmentladung zündet, leuchtet dem Emissionsspektrum des Neon entsprechend orange bis rot.
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Dan Flavin,
monument 4 for those who have been killed in ambush (to P.K. who reminded me about death,1966,
244 cm x 244 c
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Auf die stimulierende und kosmetische Wirkung einer Illumination dieser Farbigkeit vertrauend, dienen Neonröhren häufig der Bewerbung und Beleuchtung von Outlets der Sexindustrie.
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Video's by Anton Perich and Ira Schnider
shown in Re-creation of the Back Room with the original Dan Flavin, monument 4 for those who have been killed in ambush (to P.K. who reminded me about death)h
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*Georges Claude, Gründer der Firma „Air Liquide“, studierte trotz fehlendem Abschluss, sein Vater, Lehrer und erfolgloser Erfinder, hatte ihm den Besuch einer Schule versagt, an der „École supérieure de physique et de chimie industrielles de la ville de Paris“ und wird 1924 Mitglied der „Académie des sciences“. 1940 unternimmt er anlässlich der deutschen Besetzung Frankreichs zunächst einen Selbstmordversuch, findet aber mit der protofaschistischen „Action française“ zur Kollaboration und sendet Adolf Hitler verschiedene Ergebenheitsadressen.
Der oft „l'Edison français“ Genannte, wird nach dem Abzug der Deutschen wegen Hochverrats zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt und 1950 durch den französischen Staatsgerichtshof, der eine mentale Störung des Wissenschaftlers annimmt, begnadigt. Die Jahre bis zu seinem Tod verbringt Georges Claude zurückgezogen lebend in seiner Villa bei Paris.
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| Dan Flavin, untitled (to a man, George McGovern) 2, 1972 |


